Auftaktseminar der zweiten Reihe „MutliplikatorInnen für Globales Lernen“ 11-13. März 2011

Die MultiplikatorInnen für Globales Lernen 2011

 

Vom 11. bis zum 13. März hat das Auftaktseminar der zweiten Reihe Qualifizierung für entwicklungspolitische Bildungsarbeit, „MutliplikatorInnen für Globales Lernen" in Fichtenberg (Nähe von Heilbronn) statt gefunden. Es ging darum, dass die Teilnehmenden sich mit den Begriffen Globales Lernen und MutliplikatorInnen auseinandersetzen. Sie sollten verstehen was von ihnen im Rahmen ihre Einzelprojekte verlangt und erwartet wird. Entsprechende Fragestellungen waren zum Beispiel: Was ist unter Globalem Lernen zu verstehen? Was habe ich persönlich damit zu tun? Was sind MultiplikatorInnen? Was ist ein Projekt? Wie ist ein Projekt zu planen? Wie sind Ziele zu definieren? etc.

Am Freitag Abend haben die 58 Anwesenden an einem großen Spiel „Globales Chaos" teilgenommen. Die viele Aufgaben wurden mit Humor und Begeisterung erfüllt, und doch wurden schon viele ernste Themen angesprochen: Werbespots für globales Lernen wurden ausgedacht, eFeF-Maskottchen wurden gebastelt, fair-regional-saisonal-bio Menüs erstellt, Fragen zu Gerechtigkeit beantwortet, die lange Reise einer Jeans von der Baumwollernte bis zum Verkauf wurde beschrieben...

Der Samstag startet mit einemumfangreichen Austausch zum Thema MultiplikatorInnen durch „World Kaffee". Anschließen fanden zwei zentrale Einheiten statt: Globales Lernen und Projektplanung. Globale Zusammenhänge wurden in der Gruppe gemeinsam erarbeitet und durch eine „Vernetzung" mittels eines Wollbandes symbolisiert. Für die Einheit zu Projektplanung formulierten die Teilnehmenden Ziele von Projekten, analysierten Zielgruppen und erarbeiteten weitere relevante Punkte zum Thema Projekt.

Samstag Abend besuchten 3 ehemalige MultiplikatorInnen der Fortbildungsreihe von 2009-2010 nach Fichtenberg, um über ihre Einzelprojekte zu berichten. Die Teilnehmenden konnten über die Schwierigkeiten und Erfolge der Projekte erfahren, Fragen stellen und sich austauschen. Eine ehemalige Teilnehmende -Theaterstudentin in Stuttgart - hat im Anschluss eine sehr beeindruckende politische Theater Performance zum Thema Essen gemeinsam mit zwei Kommilitoninnen aufgeführt.

Sonntag hat ein mini- Open Space stattgefunden. Mini im Sinne der Zeit, aber nicht im Sinne der Vielfalt und Anzahl der Themen, die angesprochen worden sind (Anti-Islamisierung, Vernetzung, Internet und Facebook, Recycling, alternative Banken, Kochen mit Abfälle...) und die konkrete Projekte, die entstanden sind: eine „1 cent GMBh" wurde gegründet, Puppentheater und Flash-Mobs wurden u.a. geplant.

85% der Teilnehmenden sagten am Ende der Wochenende, sie haben verstanden, in wie fern Globales Lernen sie persönlich betrifft, und was von ihnen im Rahmen der Einzelprojekte erwartet wird. 90% haben die Möglichkeit gehabt, sich mit anderen Leuten zu vernetzen. Alle Teilnehmende fanden, dass die Inhalte verständlich vermittelt worden sind und 95%, dass die eingesetzten Methoden interessant und dem Ziel des Seminars angemessen waren . „MultiplikatorIn für Globales Lernen, das sagt mir was!", gilt auch für 95% der Teilnehmenden.

„Ich finde, dass das Auftaktseminar ein wunderbarer Einstieg in die Fortbildungsreihe war und für das Gruppengefühl, zum Austauschen und Kennenlernen und zum Fragen beantworten unentbehrlich ist." notierte ein Teilnehmende in der schriftlichen End-Evaluation. „Konstruktive", „lockere und produktive", „offene" und „erfrischende" Atmosphäre hat den Teilnehmenden nach geherrscht, so dass die Arbeit wirklich Spaß gemacht hat!

Vielen Dank nochmal an alle Teilnehmende und an die motivierte und kompetente TeamerInnen!

Clémence Bosselut, Projektkoordinatorin